Smart Home-Health Care für Senioren

Smart Home-Health Care für Senioren

Smart Home-Health Care für Senioren (Bildquelle: Rainer Sturm / pixelio.de)

Smart Home-Health Care

Smart Home-Health Care

Wenn es darum geht Senioren an technische Geräte heranzuführen, die im Alltag unterstützen sollen, gelangt man schnell an seine Grenzen. Opa und Oma wollen sich nicht mit diesen fremdartigen Geräten und deren Funktionen auseinander setzen – „Ging doch schon immer ohne!“ – und nach ein paar Tagen weiß man nicht mal mehr wo das Gerät an- und ausgeschaltet wird.

Ein gutes Beispiel sind Senioren-Handys. Ausgestattet mit den nötigsten Bedienelementen und einem Display mit übergroßer Schrift, scheint das Device ideal für die Bedienung durch Senioren:

„Tragt das Handy immer bei euch, wenn Ihr das Haus verlasst“ und Schwups, fünf Minuten später fällt die Haustür ins Schloss und das Handy liegt einsam und verlassen auf der Kommode im Flur. Man merkt es vielleicht, ich spreche aus Erfahrung.

Mehr Sicherheit und Eigenständigkeit durch Smart Home-Health Care

Was macht Smart Home-Systeme einfacher für Senioren, als herkömmliche Geräte?

Smart Home-Geräte für Senioren laufen unter dem Begriff “Health Care“. Die Produkte sind in erster Linie dafür da, die Eigenständigkeit in den eigenen vier Wänden zu verlängern, auch wenn die geistigen und motorischen Fähigkeiten mit dem Alter eingeschränkt sind.

Unsichtbare Technik

Smart Home-Health Care Produkte funktionieren ganz anders als das Senioren-Handy oder der Notfallknopf. Es handelt sich bei den Geräten um Sensoren, die an unterschiedlichen Stellen im ganzen Haus angebracht werden können. Diese Sensoren messen Bewegung, Wärme, Kohlenmonoxid, Stromfluss und viele weitere Werte die es den Angehörigen ermöglichen, ein Ereignis rechtzeitig zu erkennen.

Beispielszenario für die Anwendung von Smart Home-Health Care

Senioren haben einen geregelten und messbaren Tagesablauf: Um 7:30 Uhr wird aufgestanden, im Badezimmer geduscht, in der Küche Kaffee gekocht und anschließend geht es raus zum Einkaufen. Ein beispielhafter Vormittag.

Was machen nun die Health Care Sensoren?: Die Sensoren sind an Türen, Amateuren, Haushaltsgeräten und Steckdosen angebracht: Um 7:30 Uhr wird im Schlafzimmer Bewegung registriert, es folgt das Öffnen der Tür zum Badezimmer, der Wasserfluss unter der Dusche, der Energiefluss der Kaffeemaschine und zuletzt das öffnen und schließen der Eingangstür.

Die Senioren bekommen selber von der Technik in Ihrem Zuhause nichts mit.

Die Angehörigen erfahren sofort, wenn etwas nicht stimmt

Das Smart Home-System merkt sich Tagesabläufe und Muster. Sollte einmal etwas nicht nach Plan verlaufen, beispielsweise die Oma oder der Opa verlassen das Badezimmer nicht wie gewohnt, erhält der Angehörige einen Hinweis auf seinem Smartphone und kann zur Sicherheit anrufen oder vorbeischauen.

Das Smart Home zeichnet sich durch die Vernetzung von Geräten und die mobile Steuerung aus. genau so funktionieren auch die Health Care-Produkte und ermöglichen den Angehörigen ein ungeahntes Sicherheitsgefühl.

Je nach Ausführung der Sensoren, können die Angehörigen auch vom Smartphone den Wasserharn zudrehen, den Herd ausstellen, die Tür schließen oder das Fenster öffnen.

Bildquelle: adel / pixelio.de
Bildquelle: Rainer Sturm / pixelio.de