Testbericht Smappee

Smappee Testbericht 1/2 Installation und Einrichtung

In zwei Teilen werden wir unser aktuelles Testprodukt – den Energie-Monitor Smappee – unter die Lupe nehmen. Wir beginnen mit der Beurteilung der Installation und Einrichtung. Anschließend beobachten wir den Sensor und sein Potential über einen längeren Zeitraum, um herauszufinden, wie sehr Smappee wirklich beim Energiesparen hilft.

Smappee ist ein Sensor der an das Hauptstromkabel am Sicherungskasten geklemmt wird und den Energiefluss misst. Die Haushaltsgeräte erkennt das System anhand der Signaturen ihrer elektrischen Signale. Über die App für das Smartphone oder Tablet kann der Verbrauch in Echtzeit überwacht werden – man ist also stets über den Verbrauch zum aktuellen Zeitpunkt informiert. Man hat immer im Blick, welches Gerät gerade im Haushalt an ist und wieviel Energie verbraucht wird.

Hier ist mein detaillierter Testbericht zur Installation und Einrichtung von Smappee:


Paketumfang und Voraussetzung der Nutzung

Das Paket umfasst den Smappee Energie-Monitor mit drei Stromklemmen zum verbinden mit dem Hauptstromkabel in folgenden Kombinationen:

  • Einphasige Installation ohne Solaranlage
  • Dreiphasige Installation ohne Solaranlage
  • Einphasige Installation mit Einphasiger Solaranlage
Smappee Lieferumfang

Smappee Lieferumfang

Ebenfalls zum Lieferumfang gehört ein Zwischenstecker der an einem beliebigen Haushaltsgerät angeschlossen werden kann und später die Stromzufuhr regelt.

Für den Smappee Energie-Monitor wir ein Internetanschluss mit Wi-Fi und eine Steckdose vorausgesetzt. Außerdem muss das Hauptstromkabel zugänglich sein, was nur bei Häusern der Fall ist. Bei Wohnungen sind die Stromkabel in der Regel im Mauerwerk versteckt und nicht zugänglich.

Die Smappee-App kann kostenlos im jeweiligen App-Store (ab Apple iOS 6; ab Android 2.3) auf dem Smartphone oder Tablet herunterladen werden. Windows Phone wird aktuell noch nicht unterstützt!


Installation der Geräte

Smappee ist ein Produkt aus Belgien, ich weiß nicht wie dort die Regelungen für Elektroinstallationen sind, allerdings gibt es in Deutschland wichtige Richtlinien, die vom Hersteller weder auf der Webseite noch in der Bedienungsanleitung aufgeführt sind!

Alle Änderungen am Sicherungskasten sollten von einem Elektroinstallateur durchgeführt und müssen von einem Elektromeister abgenommen werden. Sollte unsachgemäße Elektroinstallationen zu einem Brand führen, wird die Versicherung den dadurch entstandenen Schaden nicht übernehmen. Ein Handwerker hingegen kann für seine Arbeit haften.

Ich rate jeder Privatperson ohne eine entsprechende Qualifikation davon ab, den Smappee-Sensor selber an das Hauptstromnetz anzuschließen. So einfach und banal sich die Installation auch anhört, kann euch die Versicherung immer versuchen einen Strick zu drehen, sollte einmal wirklich etwas passieren.

Die drei Stromklemmen werden an dem isolierten Kabel montiert. Smappee steht daher nicht direkt in Kontakt mit Strom. Je nach Installation müssen ein bis drei Klemmen angeschlossen werden. Neben der Bedienungsanleitung, helfen folgende Installations-Videos beim zurechtfinden:

Dreiphasige Installation ohne Solaranlage

Smappe Stromklemme

Smappe Stromklemme

In unserem Testfall kommt die dreiphasige Installation ohne Solaranlage in Frage, die Installation passiert zwischen Stromzähler und Sicherungskasten. Zuerst muss der Deckel vom Sicherungskasten gelöst und anschließend die Stromklemmen um die drei Eingangsphasen gelegt werden. Die Klemmen müssen mit einem “Klick” einrasten und sitzen dann fest genug, um den Stromfluss messen zu können.

Die Kabel werden von den Stromklemmen aus dem Sicherungskasten geführt und mit dem Smappee Energie-Monitor verbunden. Der Deckel vom Sicherungskasten kann wieder aufgesetzt werden, die Montage ist abgeschlossen.

Nachdem Smappee angeschlossen ist, fängt es an, die Geräte im Haus zu lokalisieren. Nach etwa einem halben Tag findet Smappee die ersten Geräte. Je besser Smappee den Haushalt kennenlernt, desto mehr Geräte erfasst Smappee in den nächsten Tagen.
Ich hatte damit gerechnet, dass ich alle Haushaltsgeräte nach einander in Betrieb nehmen muss, damit Smappee die Geräte erfasst. Doch ich mache einfach mit meinem gewohnten Alltag weiter, die Haushaltsgeräte finden sich von alleine, auch wenn es ein paar Tage dauert.

Damit konnte ich die Montage innerhalb von 20 Minuten abschließen.

Bildquelle: Smappee.com

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Ein Gedanke zu „Smappee Testbericht 1/2 Installation und Einrichtung

  1. klausSC

    Schade nur, dass Smappee keine Offline Version anbietet. Es gibt einige Personen, die eine Cloud Version vermeiden möchten, weil sie sehr vorsichtig mit ihren Daten umgehen. Ich finde die Erwähnung mit dem Gesetz zur Installation sehr gut, da es noch selten Aufklärung gibt und allgemein das Thema “Energiemonitoring” ziemlich jung ist.
    Schnell und einfach zu installierende Systeme, bei den man den Stromverbrauch auch lokal per Software auswerten kann, bietet die Firma Smart-Cost mit seinen Energiemonitore: http://www.smart-cost.de/energiemonitore

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